Mein innerer Schweinehund heißt Rudolf Okel. Ich kenne ihn seit bestimmt 6 Jahren und er liebt mich.
Mir ist er eher lästig, aber alle Versuche ihn abzuhängen scheiterten bisher kläglich.
Er ist faul, schlapp und hasst Sport. Dafür liebt er das Essen.
Rudolf Okel ist klein und dick und sitzt in meinem Ohr.
Mit Vorliebe verschiebt er Dinge auf morgen, denn er ist immer der Meinung, dass morgen alles besser ist, weil ja heute noch andere Dinge anstehen, wie seine Lieblingsserien im Fernsehen oder das Sofa, was noch mindestens 3 Stunden gewärmt werden muss, da es sonst anfängt zu quieken und einstauben könnte.
Mein Rudolf ist penetrant und das ist wohl das größte Übel, ich sagte ja bereits wie hartnäckig er sein kann.
Leider scheine ich ihn doch auf gewisse Art zu mögen, denn ich kann einfach nicht loslassen. Vielleicht liegt das daran, dass er so eine gute Ausrede für so vieles darstellt.
Rudolf Okel begleitet mich überall hin und er verhält sich wie ein kleines Kind, was an der Kasse am Süßigkeitenregal quengelt und Schoki haben will und er hält bei jedem Bäcker an um was leckeres zu kaufen. Briefe an die "Supernanny" kamen kommentarlos zurück. Wohl ein hoffnungsloser Fall?!
Meinen Schweinehund versuche ich jetzt mit einer kurzen Lederleine, welche an seinem gezackten Nietenhalsband befestigt ist, im Zaum zu halten. "Zurück Killer!" schreie ich ihn jetzt an, wenn er sich meldet und nach Zucker verlangt.
Rudolf mein Lieber... du kannst nicht alles haben!